Bleibende Eindrücke: Bernhard Schmidt führte die Klasse 9d zu den historischen Stätten von Moers.

Spurensuche vor Ort: Nationalsozialismus in Moers

9b mit Stadthistoriker Bernhard Schmidt unterwegs

Am Donnerstag, 1. Juni 2016, begrüßte Bernhardt Schmidt die Klasse 9b, in Begleitung von Geschichtslehrerin Dina Mecklenburg, zu einer Führung durch den historischen Stadtkern von Moers. Bernhardt Schmidt beschäftigt sich seit Jahren mit der Moerser Geschichte - vor allem mit der Zeit des Nationalsozialismus - und hat verschiedene Bücher zum Thema, unter anderem auch "Moers unterm Hakenkreuz“. Somit fand die Stadtführung untef Leitung eines echten Experten statt. Maurice Schmitz aus der Klasse 9d berichtet über die Führung.

Am Donnerstag, dem 1. Juni 2016, begrüßte uns Bernhardt Schmidt, in Begleitung von Frau Mecklenburg, zu einer Führung durch den historischen Kern Moers. Herr Schmidt hat schon einige Bücher zum Thema Nationalsozialismus in Moers geschrieben, wie zum Beispiel “Moers unterm Hakenkreuz“. Somit war das Thema der Führung Moers zur Zeit des Nationalsozialismus im „Dritten Reich“ unter der Diktatur von Adolf Hitler.

Bernhard Schmidt erzählte uns von der Entwicklung des Nationalsozialismus in Moers bis hin zum Wahn der Nationalsozialisten gegen Juden. So wurde uns auch von den Schicksalen einzelner jüdischer Familien berichtet, die in Konzentrationslagern ein tragisches Ende fanden. Auch veranschaulichte Bernhard Schmidt wie Moers auf die Herrschaft von Adolf Hitler „vorbereitet“ wurde. In diesem Kontext erzählter er auch von der Reichspogromnacht, in der deutschlandweit jüdische Geschäfte, Häuser und Einrichtungen wie die Synagoge demoliert wurden. Anders als sonst in ganz Deutschland wurde in Moers nichts angezündet, da die Häuser der Altstadt zu nah beieinander standen und ein Feuer somit zu einem Stadtbrand geführt hätte. Trotzdessen war der Hass und die Gewaltbereitschaft der Moerser gegenüber Juden zu erkennen.

Bernhard Schmidt berichtete auch, dass Moers das ein oder andere Mal von Hermann Göring, dem damaligen Innenminister Hitlers, besucht wurde. Moers besaß zu dem Zeitpunkt einen Kreistag, da Moers damals noch ein Kreis war. Dieser Rat wurde während der Zeit Hitlers von NSDAP-Leuten, Mitglieder der Partei Hitlers, besetzt. Männer wie Hermann Runge verloren dadurch ihren Sitz im Kreistag. Daraufhin koordinierte er die Vereinigung „Eiserne Front“, die gegen das Hitler Regime waren. Runge konnte einer Vernichtung im Konzentrationslager knapp entgehen. Am Ende des Zweiten Weltkrieges wurden Leute wie Hermann Runge, Widerständler, als Kreistagsabgeordnete wieder eingesetzt, die damit über die Nationalsozialisten siegten.

Leider konnte die Führung durch schlechtes Wetter nicht komplett fortgeführt werden, was ein vorzeitiges Ende bedeutete. Trotzdessen war diese Führung sehr informativ und lockte auch einige Außenstehende an. Wer sich über das Thema Moers im Nationalsozialismus informieren möchte, lege ich die Bücher „Moers unterm Hakenkreuz“ und „Tatort Moers“ von Bernhardt Schmidt, sowohl auch den dritten Band „Die Geschichten Moers“, nämlich „Die Stadt Moers im 19. und 20. Jahrhundert“ von Otto Otsen, sehr ans Herz. Wer sie gut findet, sollte auch die Filme über die Vergangenheit von Moers schauen, da diese auch noch einige informative Inhalte zeigen.

Abschließend ist zu sagen, dass es sehr interessant ist, etwas über seine eigene Heimat zu erfahren und zu erleben, dass Geschichtsunterricht nicht nur in Büchern stattfindet.

Text : Maurice Schmitz | Foto: Dina Mecklenburg.

— [Daniel Heisig-Pitzen]

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