Informierten: Dora Eicholz und und Robert Brauer sensibilisierten die 6e für die Palmöl-Problematik.

Heute Mittag eine Tiefkühlpizza gefällig?

Siebtklässler berichten der 6e über Palmöl-Problematik

Interessiert: Die Schülerinnen und Schüler der 6e stellten viele Nachfragen nach dem fast 50-minütigem Vortrag.

Im Büro war es mal wieder stressig, jetzt noch schnell zum Supermarkt fahren, eine Tiefkühlpizza kaufen und damit die Nerven beruhigt werden, kommen noch ein paar leckere Schokoriegel in den Einkaufswagen.... So oder ähnlich sieht der Alltag vieler Menschen aus. Für das frische Kochen oder Gedankenmachen über die Fragen „Wo kommt mein Essen eigentlich her?“ oder „Welche Zutaten stecken in meinem Fertiggericht?“ haben viele Leute keine Zeit oder keine Lust (?) mehr. Dabei sind es Fragen, die unsere Gesundheit, aber auch unsere Umwelt ganz konkret angehen. Wer hätte gedacht, dass in vielen Fertigprodukten billiges Palmöl enthalten ist? Für die Gewinnung und Verarbeitung von Palmöl müssen hektarweise Regenwald gerodet werden, damit die Palmen hochgezogen werden können. Dass die Zerstörung von Regenwäldern uns alle angeht, erklärt sich hier von selbst. Aber nicht nur die Gewinnung von Palmöl ist in vielen Fällen klima- und umweltschädlich, auch Soja, eine Nutzpflanze, die als Tierfutter oder zur Herstellung veganer Lebensmittel genutzt wird, ist nicht frei von Kritik. Für Soja werden ebenfalls Regenwälder abgeholzt, um Soja-Monokulturen anzulegen. Was kann man also als Verbraucher unternehmen?

Engagiert: Der Einsatz für die Natur ist Dora und Robert wichtig,

Dora Eichholz und Robert Brauer aus der 7a haben sich im Rahmen des Erdkundeunterrichts mit genau diesen Fragen intensiv beschäftigt und ihre umfangreichen Kenntnisse zum Thema Palmöl und Soja im Rahmen der Freiarbeit in der Klasse 6e präsentiert. Dabei standen sie den interessierten Schülerinnen und Schülern der 6e Rede und Antwort und gaben ihnen alltagstaugliche Tipps im Umgang mit der brisanten Thematik. So kann jeder Verbraucher sein Konsumverhalten steuern und beispielsweise selbst frisch kochen, denn Palmöl als solches ist im Gegensatz zu Oliven- oder Sonnenblumenöl im Supermarkt nicht zu kaufen. Zusätzlich sollte darauf geachtet werden, welche Produkte billiges Palmöl enthalten und welche palmölfreien Alternativen es gibt. „Produkte, die Tofu enthalten, sollte man ebenfalls meiden, wenn man den Anbau von Soja nicht unterstützen möchte“, betont Dora Eicholtz. Aber auch Fleisch sollte nicht gedankenlos gekauft werden. „Verbraucher sollten lieber Fleisch in Bioqualität, beispielweise von Demeter oder Ökoland, kaufen“, informieren Dora Eicholtz und Robert Brauer die interessierten Zuhörer. Mit ihrem fast 50-minütigen Vortrag mit einer anschließenden Fragerunde haben Dora und Robert die Schülerinnen und Schüler der 6e zum Nachdenken und Hinterfragen angeregt. Wer weiß, vielleicht schaut ab jetzt jeder selbst auf die Zutatenliste und entscheidet erst dann, ob er das Produkt kauft oder sich nach umweltfreundlicheren Alternativen umschaut.

Text und Fotos: Mareike Samp

— [Daniel Heisig-Pitzen]

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