"Die Erinnerung an die Entrechtung, Vertreibung und Ermordung der jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger ist für uns heute lebenden Deutschen eine bleibende Aufgabe." Andrè Schmitz, Staatssekretär Berlin

Adolfiner erinnern an die Opfer der Nationalsozialisten

Auch digital möglich: Zum Erinnern an Auschwitz gehört der gemeinsame Austausch von Gedanken und Eindrücken.

Am 27. Januar jährte sich die Befreiung des deutschen Vernichtungslagers Auschwitz zum 76. Mal. Traditionell gedenken an diesem Tag viele unserer Klassen und Kurse den Opfern der nationalsozialistischen Terrorherrschaft. Doch wie kann man gemeinschaftliches Gedenken in Zeiten von Schulschließungen und Kontaktbeschränkungen ermöglichen?

Dieser Frage stellte sich unser Geschichtsleistungskurs (Q2) im Rahmen einer Geschichtsstunde und setzte seinen Plan am 27. Januar in die Tat um. Die Schülerinnen und Schüler verfolgten die offizielle Gedenkveranstaltung der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau, die in diesem Jahr ausschließlich digital stattfand, live mit. Während der Übertragung befanden sie sich zusammen mit ihrem Lehrer in einer Online-Videokonferenz. Auf diese Weise konnten sie sich gegenseitig wahrnehmen, aber auch unmittelbar miteinander kommunizieren, um Eindrücke zu verarbeiten und Fragen zu klären. Die Kommunikation untereinander wurde mit der Chat-Funktion des Konferenztools umgesetzt, sodass man sich parallel immer noch auf die Filmsequenzen und Redebeiträge konzentrieren konnte.

Nach der Veranstaltung zogen die Adolfiner ein positives Fazit zu ihrem Vorhaben. „Man kann sich gegenseitig Input geben und stimulieren. So kommt man auf Gedanken oder Ideen, zu denen man sonst nicht gelangt wäre“, resümierte die Schülerin Laura Rüttershoff (Q2).

Hintergrund 27. Januar:

Am 27. Januar 1945 befreiten sowjetische Soldaten das Vernichtungslager Auschwitz. Allein an diesem Ort ermordeten die Nationalsozialisten zwischen 1940 und 1945 mehr als eine Million Menschen.
Seit 1996 ist der Jahrestag der bundesweit gesetzlich verankerte Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus. Im Jahre 2005 wurde der 27. Januar durch die Vereinten Nationen zum internationalen Gedenktag an die Opfer des Holocaust erklärt.
Die diesjährige Gedenkveranstaltung rückte das Schicksal der Kinder in Auschwitz in den Mittelpunkt. Im Rahmen des Programms sprachen die beiden Zeitzeuginnen und Holocaust-Überlebenden Zdzisława Włodarczyk und Anita Lasker-Wallfisch in ergreifender Weise von ihren schrecklichen Erlebnissen und mahnten die nachfolgenden Generationen vor zunehmendem Antisemitismus und Fremdenhass.

Text und Bild: Daniel Schirra

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