Trotz vollem Einsatz: Mit 14 zu 16 im Entscheidungssatz verpasste das Team des Adolfinums den Finaleinzug.

Deja vu - leider nicht nach Berlin!

Volleyball-Landesfinale: Adolfinder haarscharf gescheitert

Nur allzu gerne wäre Sportlehrer Martin Schattenberg wie vor zwei Jahren wieder mit der Schulmannschaft des Adolfinums nach Berlin gefahren. In diesem Jahr allerdings versperrte ihm wieder einmal die Schulmannschaft des VV Human Gymnasiums in Essen den Weg.

Und in diesem Fall fühlte er sich um fünf Jahre in der Zeit zurück versetzt: schon einmal hatte man 2013 den großen Rivalen im Bezirksfinale besiegt, doch alle fünf Jahre kommt auch ein Gruppenzweiter eines Regierungsbezirks zu dem Landesfinale der besten sechs Teams aus ganz NRW. Damals gab es dann im Landesfinale eine Neuauflage des Bezirksfinales, das verletzungsbedingt aus „Adolfinersicht“ das bessere Ende für die „Humänner“ mit sich brachte. Dieses Jahr ergab sich das gleiche Szenario: Das Adolfinum hatte das Bezirksfinale Ende Januar mit 2:1 gewonnen und direkt nach Spielende prophezeite Lehrer-Trainer Martin Schattenberg angesichts des hochklassigen Spieles, dass man sich dann wohl Ende Februar im Landesfinale wieder treffen sollte.

Das Team des Adolfinums in Marl: Veit Bils, Moritz Liebisch, Henrik Dawel, Magnus Arens, Clemens Spoo, Tim Erlacher, Timo Moysig, Jan Schliekmann, Trainer: Martin Schattenberg.

Beim Landessportfest der Schulen - Motto „Jugend trainiert für Olympia“ - war das Volleyballteam des Adolfinum als einer der großen Favoriten für einen Spitzenplatz in der Altersklasse U18 (Wettkampf II) angetreten. Insgesamt sechs Mannschaften aus ganz NRW bewarben sich beim Finale in Marl um einen Platz für das Finalturnier in Berlin. In diesem Jahr war nur Platz 1 qualifiziert für das große Finale in Berlin.

In der Vorrunde spielte das Adolfinum Team problemlos zwei deutliche Siege mit jeweils 2 zu 0 heraus. Sowohl gegen das Team vom Gymnasium Delbrück (zu 13, 14) wie auch gegen das Antoniuskolleg aus Neunkirchen (zu 9,13) null Probleme für Schattenbergs Mannschaft. Alle Spieler konnten eingesetzt werden und trugen zum glatten Durchmarsch ins Finale bei. In der anderen Gruppe hatte der VV Humann Essenetwas Schwierigkeiten (2:1 Sieg) gegen das Freiherr-vom Stein Gymnasium in Münster, aber somit bewahrheitete sich die Prognose vom Bezirksfinale.

Das Finale gegen die „Humänner“ dann eine hochklassige Partie: sowohl im Humann- wie auch im Adolfinum-Team eine ganze Reihe von Akteuren, die auch vereinsmäßig hochklassig spielen und zu den besten Jugendspielern ihrer Altersklasse in NRW gehören. Um das Spielfeld herum dichtgedrängt jede Menge Zuschauer des Albert-Schweitzer-Gymnasiums aus Marl  bzw. die Spieler aller teilnehmenden Mannschaften. Klasse Atmospäre: es war angerichtet für ein großes Finale.

Das Adolfinum-Team im ersten Durchgang zunächst etwas desorientiert („Vorrundengegner zu leicht,“ meinte Trainer Schattenberg später): die Annahme kam nicht so recht, in Bereich Aufschlag gab es auch Probleme. Aber: Humann Essen mit sehr starken Phasen. Bei 8-11 die erste Auszeit von Moers, dann drei Annahmefehler zum 8-14. Danach aber die Adolfiner stärker (Clemens Spoo und Moritz Liebisch!) und Aufholjagd bis zum 19-20. Dann aber wieder Fehler, Trainer Schattenberg reagiert noch mit Spielerwechsel (Tim Erlacher für Henrik Dawel), aber der Satz geht mit 21:25 an Humann.

Im zweiten Durchgang bleibt Tim Erlacher im Team, Trainer Schattenberg stellt um. Veit Bils rückt für Henrik Dawel in die Mitte. Bis 6:6 ausgeglichen, dann das Adolfinum Team stärker. Auszeit von Essen bei 10:6 Führung für Moers. Die Adolfiner unbeirrt, die zweite Auszeit von Essen bei 17:12 für Moers. Alles läuft gut: Essen mit Fehlern, das AdolfinumTeam mit Druck.: Jan Schliekmann zieht als Zuspieler ein variables Spiel auf  und Liebisch, Bils, Erlacher und Spoo machen die Punkte. Bei 22:15 kleine Irritation nach Annahmeproblemen und bei 22:27 Auszeit von Trainer Schattenberg. Dann Moritz Liebisch nicht zu bremsen: zwei knallharte Angriffe „die Linie runter“ beenden den Satz. Spannung und Stimmung schon auf dem Höhepunkt? Nein, eine Steigerung bot der Entscheidungssatz, denn kein Team konnte mehr als zwei Punkte Vorsprung herausarbeiten, beide Teams konzentriert, relativ wenig Eigenfehler. 6-6 und 12:12 die Zwischenstände. Bei 12:13 Auszeit von Trainer Schattenberg. Ausgleich bei 13 – Essen legt auf 14:13 vor, erneuter Ausgleich. Dann kann Moers einen krachenden Angriff im Hinterfeld nicht abwehren und den letzten Adolfinum-Angriff „nagelt“ ausgerechnet der stärkste Angreifer der Paarung, Moritz Liebisch, ziemlich deutlich ins Aus. 14 zu 16. Game over.

Keine Fahrt nach Berlin und natürlich Riesen-Enttäuschung auf Seiten des Adolfinum-Teams. Wieder knapp an Humann gescheitert. Aaber das gehört leider auch zum Sport. So werden wir auch im nächsten Schuljahr den nächsten Anlauf nehmen, dann allerdings kommt wieder nur der Bezirksmeister aus dem Regierungsbezirk Düsseldorf nach Marl zum Landesfinale.

Text: Martin Schattenberg | Fotos: Jürgen Sabarz (Moerser SC).

— [Thomas Kozianka]

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