Zwei Sprachen, eine Fähigkeit: Englischkenntnisse können beim Lernen des Deutschen weiterhelfen - wie Armita Amini Saber feststellte. (Bild pixabay)

Facharbeit untersucht Bedeutung des Englischen beim Deutschlernen

Bereits seit vielen Jahren findet am Adolfinum DaZ-Unterricht statt, d.h. dass Schülerinnen und Schüler. die Deutsch nicht als Muttersprache gelernt haben, weil sie erst nach Deutschland migriert sind, in zusätzlichen Unterrichtsstunden ihre Fähigkeiten im Deutschen stärken. Tatjana Meier und Babett Götz leisten hier wichtige Arbeit und helfen Adolfinern aus der Erprobungs-, Mittel- und Oberstufe bei den Herausforderungen, die das Deutsche stellt. Inwiefern dabei auch weitere Sprachen mit eingebunden werden können, wie bspw. Englisch, war eine Frage, die sich Armita Amini Saber, Schülerin der Q1, stellte und im Rahmen ihrer Facharbeit mit dem Titel "Aufgeklärte Einsprachigkeit im Unterricht Deutsch als Ziel Sprache – Englisch als Mittler im Spracherwerbsprozess an einem Fallbeispiel" näher untersuchte. Sie stellt im Nachfolgenden ihre Überlegungen und ihre Vorgehensweise vor:

Kann fächerverbindend denken und dies gewinnbringend einsetzen: Armita Amini Saber (links); rechts: Celine Hasan.

"Ich fand immer, dass mir Englisch beim Deutschlernen enorm geholfen hat. Und als ich die Möglichkeit bekam, meine Facharbeit im Fach Deutsch zu schreiben, wusste ich, dass ich prüfen wollte, ob es wissenschaftliche Fakten gibt, die diese Hypothese stützen und ob andere Deutschlernende auch von ihren Englischkenntnissen profitiert haben und und finden Englisch als ein sinnvolles Mittel zur Informationsvermittlung im Unterricht, wenn sie noch kein hohes Niveau an Deutschkenntnissen erreicht haben.
Meine DaZ-Lehrerin Frau Götz hat mir geholfen, mit der DaZ-Lehrerin Frau Meier in Kontakt zu treten. Es wurde eine Unterrichtseinheit konzipiert, an der zwei DaZ-Schüler teilnahmen. Die Unterrichtseinheit sollte die Hypothese überprüfen und die anschließenden Interviews sollten Rückmeldungen von der DaZ-Lehrerin und den Deutschlernenden über die Rolle des Englischen als Vermittler im DaZ-Unterricht erhalten. Es war eine ganz andere und interessante Erfahrung, Frau Meier und die Schüler waren so kooperativ und hilfsbereit, sie haben mir viel geholfen, einen tieferen Einblick in dieses Thema zu bekommen.
Anschließend stellte sich mit Hilfe der Unterrichtseinheit und auch wissenschaftlicher Artikel zur Untermauerung der in der Unterrichtseinheit gemachten Punkte heraus, dass Englisch in der Tat ein großartiges Hilfsmittel als Vermittler ist und seine Verwendung mehrere Vorteile hat. Englisch bietet die Identifikationsmöglichkeit und erhöht die Merkfähigkeit der Lernenden. Durch diese entwickelten Fähigkeiten steigt nicht nur die Lerngeschwindigkeit, sondern auch die langfristige Effektivität des Deutschlernens.
Aber nicht nur im DaZ-Unterricht, sondern auch in anderen Fächern kann Englisch verwendet werden. Die Mehrsprachigkeit im Unterricht kommt nicht nur Schülern mit Migrationshintergrund zugute, sondern auch deutschen Schülern. Es ist erwiesen, dass mehrsprachige Schüler bessere Fähigkeiten haben, Probleme und Konflikte zu lösen."

Tatjana Meier ergänzt aus Sicht einer DaZ-Lehrerin: "Es war auch für mich eine bereichernde Erfahrung, die von Armita aufgestellte Hypothese hinsichtlich der Wirkung von Englisch als Mittler im DaZ-Unterricht zu untersuchen. Als Englischlehrerin konnte ich die Schülerinnen gerade bei diesem Thema gut unterstützen und das hat allen Teilnehmerinnen Spaß gemacht", und sie fügt hinzu: "Ich drücke Armita weiterhin die Daumen und hoffe, dass sie ein erfolgreiches Abitur absolviert, obwohl sie nur seit ein paar Jahren in Deutschland ist. Sie kann wirklich sehr stolz auf sich und ihre Leistungen sein."

Text: Amita Amini Saber, Q1 und Tatjana Meier

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