Wichtiger Baustein bei der Demokratiebildung: Die Auschwitzfahrt hinterlässt tiefe Spuren im Gedächtnis der Schülerinnen und Schülern.

Intensives Vorbereitungswochenende

Unsere Teamerinnen und Teamer bei der Besichtigung des Geländes.

Am 27. Januar machten sich unsere Teamerinnen und Teamer des Auschwitzprojekts erneut auf den Weg zu unserem Bildungspartner Vogelsang IP in die Eifel. Vor Ort standen die Planung der kommenden Polenfahrt im Sommer aber auch die Besichtigung der ehemaligen NS-Ordensburg Vogelsang auf dem Programm.

Das Teamerwochenende ist ein zentraler Baustein in der Konzeption des Auschwitzprojekts. Neben der Stärkung gruppendynamischer Prozesse und organisatorischen Fragestellungen für die Fahrt im Sommer steht auch die historisch-politische Weiterbildung unseres gesamten Teams im Vordergrund. Seit dem Jahre 2019 besteht daher eine Bildungspartnerschaft zwischen dem Erinnerungsort Vogelsang IP und unserer Schule.

Lou Schulz berichtet von seinen Eindrücken:

Blick von der Aussichtsplattform auf die Urfttalsperre: von oben werden die Dimensionen des Areals deutlich.

Nach einer Zwangspause durch Corona fand in diesem Januar wieder eine Teamerfahrt zur ehemaligen NS-Ordensburg Vogelsang statt. Am 27. und 28. Januar erlebten wir ein intensives und spannendes Wochenende in der Eifel.

Die Gruppe der Teamerinnen und Teamer setzt sich sich aus Schülerinnen und Schülern der Q1 und Q2 sowie aus ehemaligen Adolfinerinnen und Adolfinern zusammen. Das Wochenende in der Eifel half uns dabei, noch mehr zu einem Team zusammenzuwachsen. Zunächst wurden nach Ankunft in der Jugendherberge die Vorbereitungs-Module, die die Teamerinnen und Teamer mit der jeweiligen Jahrgansstufe im Vorfeld der Fahrt bearbeiten, evaluiert.

Nach dieser intensiven Arbeitsphase ging es am Freitagabend an die Kleingruppenzuordnung. Hier hat sich seit Jahren ein bestimmter Ablauf bewährt: Die Teilnehmerlisten mit Schülerinnen und Schülern aus der Einführungsphase werden auf DIN A4-Zetteln an die Wände geklebt, worauf sich die Teamerinnen und Teamer im Anschluss mit einem Post-it platzieren müssen. Erst wenn auf jedem DIN A4-Zettel ein Post-it klebt und die z.T. mehrstündige Diskussion verstummt ist, ist der Prozess der Kleingruppenzuordnung beendet.

Am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück mit Schal und dicker Jacke ausgestattet in den Bus, um zu der ca. 20 Minuten entfernten ehemaligen NS-Ordensburg Vogelsang zu fahren. In einer über zweistündigen Besichtigung bekamen die Teamerinnen und Teamer die Möglichkeit, mehr über einen so genannten „Täterort“ der Nationalsozialisten zu erfahren. Das über 100 Hektar große Areal gilt nach dem Reichsparteitagsgelände in Nürnberg als die zweitgrößte bauliche Hinterlassenschaft des Nationalsozialismus in Deutschland. Zwischen 1936 und 1939 diente die Ordensburg als Schulungs- und Ausbildungsstätte für den NSDAP-Führungskader. Die menschenverachtende Ideologie und der Größenwahn der Nationalsozialisten lassen sich noch heute an vielen architektonischen Elementen vor Ort erkennen.

Nach der Besichtigung ging es zurück zur Jugendherberge. Nach einem warmen Mittagessen und einer Feedback-Runde packten wir unsere Taschen und traten die Heimreise nach Moers an.

 

Text: Daniel Schirra und Lou Schulz (ehemaliger Schüler und Teamer im Auschwitzprojekt)

Fotos: Daniel Schirra und Simon Krenz

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