Beeindruckende Perspektiven: Sonnenaufgang bei Delphi.

"Hellas-Fahrt" 2022

Zur Vertiefung der Unterrichtsinhalte im Fach Griechisch reisten 22 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Adolfinum aus den Jahrgangsstufen Q1 und Q2 zusammen mit ihren Lehrern Jens Heße und Thomas Backhuys vom 27. September bis 6. Oktober 2022 nach Griechenland. Nach vier Jahren pandemiebedingter Unterbrechung konnte die Fahrt auch dank großzügiger Fördergelder der „Gesellschaft der Freunde und Förderer des  Adolfinums e.V.“ endlich durchgeführt werden. Dort begaben sie sich an zahlreichen Orten wie Athen, Delphi oder Mykene auf Spurensuche nach den Anfängen Europas und konnten das Fortleben der griechischen Kultur und Sprache über mehrere tausend Jahre erleben.

Es waren vor allem die vielen kleinen Orte, die man als Tourist wohl kaum besuchen würde, die besonders überraschende Eindrücke boten: In Kephalari ein Fluss, der unter einer in eine Höhle gebauten Kirche entspringt, eine über 3.000 Jahre alte Pyramide im Dörfchen Elliniko oder eine der ältesten Siedlungen Europas in Lerna (heute: Myli), wo Herakles dem Mythos zufolge dem Monster Hydra die Köpfe abschlug. Auch die neuere Geschichte des Landes kam natürlich zur Geltung: In Napflio, der ersten Hauptstadt des modernen Griechenlands nach der Herrschaft der Osmanen, oder auch im Dorf Distomo, einer Gedenkstätte für das Massaker der deutschen Wehrmacht und SS an der dortigen Zivilbevölkerung im Zweiten Weltkrieg. Den Abschluss der Reise bildete ein dreitägiger Aufenthalt in der Hauptstadt Athen, wo die Geschichte des Landes von Sokrates über das Olympiastadion und das Parlament auf engstem Raum und voller Leben zu erfahren ist. „Über die alte Agora zu gehen fand ich sehr beeindruckend: Buchstäblich der Ort der Entstehung der Demokratie und jedes mal habe ich mich daran erinnert, dass Sokrates vor über zweieinhalb Jahrtausenden über denselben Boden gegangen ist“, resümiert Lena Nespithal (Q2) zu Athen.

Für die gesamte Reisegruppe war die Fahrt ein voller Erfolg. Das lag vor allem daran, dass die Schülerinnen und Schüler sich im Vorfeld mit großem Engagement auf die Fahrt und ihre Schauplätze vorbereitet haben und so vor Ort mit den gar nicht so alten Griechen in Kontakt treten konnten. Lilli Brinkmann (Q2) findet: „Die Ausstellungen und Ausgrabungen haben das Gelernte aus dem Unterricht richtig greifbar gemacht und bei uns noch stärker das Interesse am alten Griechenland geweckt“. „Ich habe das Gefühl, wir sind auch als Kurs näher zusammengewachsen“, ergänzt Hanna Radny (Q1).

Dabei wurde deutlich, dass die Griechen viele Antworten auf aktuelle Fragen geben können und dass die Forschung immer neue Details hervorbringt – oft eine Frage des Perspektivwechsels. Alle sind sich einig, dass es bald ein Nachtreffen geben soll und dass die Fahrt für die Griechischlernenden ein einzigartiges Muss ist.

Text & Fotos: Dr. Thomas Backhuys.

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